Big Data für den Tourismus. Großes Interesse an der TMC-Veranstaltung im Raiffeisen Forum Bruneck

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16. Februar 2016

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Berichte
Big Data für den Tourismus. Großes Interesse an der TMC-Veranstaltung im Raiffeisen Forum Bruneck

BRUNECK, 19.01.2016: Die zweite Veranstaltung des Tourism Management Club (TMC) der Freien Universität Bozen im Raiffeisen Forum Bruneck zum Thema „Big Data für den Tourismus“ war sehr gut besucht. Armin Hofer, IBM Midmarket Territory Manager Innsbruck, gab Interessierten einen Einblick in die komplexe Welt der „Big Data“. Big Data stellt Konzepte, Technologien und Methoden zur Verfügung, um Datenmengen, die zu groß und zu komplex sind oder sich schnell ändern, analysieren und auswerten zu können.

Nach Hofer sind die wichtigsten Einflussfaktoren auf Big Data die sogenannten vier V’s: „Volume“ bezeichnet verfügbare Datenmengen und insbesondere deren enormes Wachstum in den letzten Jahren, „Variety“ charakterisiert die unterschiedlichen Formen und Ausprägungen von Daten, die verarbeitet werden müssen. „Velocity“ deutet auf die Notwendigkeit der Echtzeitverarbeitung und -analyse von Daten hin, und „Veracity“ auf die Ungenauigkeit der bei Big Data Analysen zur Verfügung stehenden Ausgangsdaten.

Big Data ist erst möglich, seit sich die Kosten für Datensammlung und –speicherung drastisch verringert haben und somit das Erheben, Speichern und Analysieren von Daten in großen Mengen für Organisationen, aber auch kleinere Unternehmen im Tourismus, kostengünstig möglich ist. Anhand von Beispielen zeigte Herr Hofer auf, wie touristische Unternehmen vermehrt Big Data nutzen. Der Reiseveranstalter TUI wertet zum Beispiel Daten früherer Buchungen individuell aus und verknüpft diese Buchungsdaten mit Informationen des Kunden aus Facebook und Twitter, um nachfolgend Kunden maßgeschneiderte Folgeangebote anzubieten.

Äußerst interessant für Südtirol erscheint Hofers Projekt „Ökologisches Pistenmanagement“ für die Mayrhofner Bergbahnen. Big Data, erhoben über vorhandene Sensoren von Beschneiungsmaschinen, Pistengeräten, Lifte, usw. wird mit historischen Wetterdaten, Wettervorhersagen und Daten über die Benutzung von Pisten verknüpft, um so die Produktion von Schnee und die Zeitpunkte dieser zu optimieren. Dies resultiert in einer wesentlichen Ersparnis im Verbrauch von Wasser und Strom und somit auch einer geringeren Umweltbelastung. Am bedeutendsten ist jedoch die dadurch erzielte Kostensenkung in der Schneeproduktion von etwa 25%.

Herr Hofer gab abschließend einen Ausblick auf die Entwicklung von Big Data. Big Data heißt, alle Daten zu sammeln und zu analysieren deren man habhaft werden kann. Ein „Big Brother Szenario“ kann somit nicht ausgeschlossen werden, da sich die Überwachung von Kunden in Zukunft intensivieren wird. Weiters wird jegliche Art von Aktivitäten in das „Internet der Dinge“ eingebunden sein, das andererseits das alltägliche Leben und die damit verbundenen Entscheidungen vereinfachen wird.

Foto(v.l.n.r): Alexander Maier (TMC),  Prof. Oswin Maurer (Dekan der Wirtschaftsfakultät der unibz und TMC-Projektleiter), Mag. Armin Hofer, IBM Innsbruck, Katharina Leitgeb (TMC), Dr. Hugo Götsch (TMC-Projektkoordinator, unibz)

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