Zusammenschluss von Skigebieten – ein Modell für die Zukunft?

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8. November 2016

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Zusammenschluss von Skigebieten – ein Modell für die Zukunft?

Am Montag, 07.11.2016 fand im Raiffeisen Forum Bruneck die erste TMC Veranstaltung zum Thema „Vom Skigebiet zur Skiarena – kommt jetzt die Skiworld?“, mit Teilnehmern aus den Tourismusbranchen aus dem In- und Ausland statt.

Referenten waren Dr.Ing. Mark Winkler, Geschäftsführer der Drei Zinnen AG, Innichen, sowie Dr.Ing. Roland Zegg, Geschäftsführer der grischconsulta, Maienfeld, Schweiz. Die Frage, ob Skigebiete wirklich zu einer Skiworld expandieren blieb jedoch weitgehend offen, da die Entwicklungstendenzen nicht generalisiert werden können.
Mark Winkler nutzte das Beispiel „Drei Zinnen Dolomites“, um insbesondere die positiven Effekte solcher Zusammenschlüsse aufzuzeigen. „Jede Destination muss für sich herausfinden, ob ein Zusammenschluss wirtschaftlich vorteilhaft ist“, so Winkler. Insgesamt hat die Fusion der vier größten Skigesellschaften in den Sextner Dolomiten, Helm Bahn AG, Rotwand AG, Alta Val Comelico und Haunold AG zu einer beachtlichen Steigerung der Winter- und Sommerumsätze geführt. Die Umsätze stiegen seit 2014 im Winter um 55,8% und im Sommer um 59,6%.
Mit dem Satz „Größe ist nicht alles“, setzte Herr Zegg einen interessanten Kontrapunkt, ausgehend von der Fusion der Skigebiete in Zermatt zeigte er die langfristigen Effekte von Zusammenschlüssen auf. Die Fusion der Bergbahnen unter dem Namen „Matterhorn Zermatt Bergbahnen“ brachte neben Erneuerungen der Infrastruktur auch einen wesentliche Steigerung der Nächtigungszahlen, sowohl im Sommer, als auch im Winter. Dass Größe nicht alles ist, zeigen die Beispiele Kals-Matrei, Kühtai und Mutterer Alm, die sich in genau definierten Segmenten positionieren und in den letzten Jahren bei Übernachtungen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich verzeichnen.
Roland Zegg sieht in Zusammenschlüssen ein Modell, auch für die Zukunft. Der Erfolg hängt jedoch immer mehr von der strategischen Umsetzung, der Finanzierung und insbesondere dem Gästepotenzial ab.

Foto (v.l.n.r.): Hugo Götsch (TMC-Projektkoordinator), Dr. Ing. Mark Winkler (Drei Zinnen AG, Innichen), Rainer Anna (TMC), Tessa Beyerlein (TMC), Dr. Ing. Roland Zegg (grischconsulta, Schweiz), Prof. Oswin Maurer (Dekan der Wirtschaftsfakultät der Freien Universität Bozen und TMC-Projektleiter)

 

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